Blendgutachten

Wir ermitteln Blendwirkungen von Photovoltaikanlagen

Solarmodule können Reflexionen hervorrufen, welche Blendwirkungen bzw. Lichtimmissionen verursachen. Wie helfen Ihnen, diese Effekte (ggf. schon in der Planungsphase) zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen zu minimieren.

Individuelle Blendgutachten

Je nach Sachverhalt sind Blendwirkungen bzw. Lichtimmissionen von Solaranlagen unterschiedlich zu bewerten. Wir erstellen individuelle Gutachten, welche (nach Bedarf) die folgenden Aspekte berücksichtigen:

Schutzwürdige Räume (Immissionsschutz)

Berechnung und Beurteilung von Lichtimmissionen auf schutzwürdige Räume (z. B. Wohnräume)

Bahnverkehr

Berechnung und Beurteilung von Blendwirkungen auf den Bahnverkehr

Straßenverkehr

Berechnung und Beurteilung von Blendwirkungen auf den Straßenverkehr

Flugverkehr

Berechnung und Beurteilung (auf Basis einer fundierten Bewertungsmethodik) von Blendwirkungen auf den Flugverkehr

Lassen Sie Ihr Projekt nicht durch Blendwirkungen gefährden

Blendgutachten für Genehmigungsverfahren

Wir erstellen Gutachten, die die Blendwirkungen bzw. Lichtimmissionen einer PV-Anlage darstellen und bewerten. Die Auswertung erfolgt auf Basis ausführlicher Simulationen, sodass entsprechende Gutachten schon in der Planungsphase erstellt werden können.

Unsere Gutachten eignen sich als Nachweis der zu erwartenden Lichtemissionen bzw. Blendwirkungen einer Anlage im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren (Bauantrag).

Die Durchführung eines Blendgutachtens ist bereits in der Planungsphase zu empfehlen, da so ggf. nötige Maßnahmen frühzeitig berücksichtigt werden können. Das spätere Anpassen von Bestandsanlagen ist i. d. R. mit hohen Kosten verbunden.

Reflexionen sind Immissionen

Entsprechend des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) gehören Lichtimmissionen zu den schädlichen Umwelteinwirkungen, sofern sie nach Art, Ausmaß oder Dauer qualitativ und quantitativ geeignet sind, Gefahren (z. B. für den Straßenverkehr) oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit (Nachbarschaft) herbeizuführen.

Daher sind genehmigungsbedürftige PV-Anlagen gemäß BImSchG so zu errichten und zu betreiben, dass anlagenbedingt keine gefährlichen und erheblich belästigende Lichtimmissionen entstehen.

Nicht genehmigungsbedürftige PV-Anlagen sind gemäß  BImSchG so zu errichten und zu betreiben, dass schädliche und vermeidbare Lichtimmissionen durch Maßnahmen nach dem Stand der Technik verhindert bzw. auf ein Mindestmaß reduziert werden.

PV Blendwirkung

Gefahren für den Straßenverkehr

Insbesondere intensive Blendwirkungen auf den umliegenden (Straßen-)Verkehr sollten bereits in der Planungsphase identifiziert und durch geeignete Maßnahmen minimiert werden. Nachträgliche Änderungen an Bestandsanlagen sind i. d. R. mit hohen Kosten verbunden.

Regelungen bzgl. PV-bedingten Lichtimmissionen auf schutzwürdige Räume

Laut der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz (LAI) hat der Gesetzgeber bisher keine Regelungen zur Bestimmung und Auswertung der immissionsschutzrechtlichen Erheblichkeitsgrenzen für Lichtimmissionen erlassen.

Jedoch hat die LAI mit dem Dokument „Hinweise zur Messung, Beurteilung und Minderung von Lichtimmissionen“ einen Leitfaden zur Verfügung gestellt, welcher detaillierte Empfehlungen zur Ermittlung, Beurteilung und Minderung von PVA-bedingten Blendwirkungen/Lichtimmissionen gibt.

Der Leitfaden hat sich in Deutschland zum De-Facto-Standard entwickelt, dessen Einhaltung (insbesondere die genannten Grenzwerte für Lichtimmissionen) regelmäßig für entsprechende Baugenehmigungen gefordert wird.

Die Methodik unserer Gutachten basiert auf dem LAI-Leitfaden und wird um wissenschaftliche Erkenntnisse und etablierte „Best-Practice“-Methoden erweitert.

Grenzwerte für PV-bedingte Lichtimmissionen

Ein als schützenswert geltender Raum (z. B. ein Wohnraum oder ein Büro) darf laut dem LAI-Leitfaden…

  • pro Tag maximal 30 Minuten und
  • pro Jahr maximal 30 Stunden

Blendwirkungen erfahren.

Sonderfall Flughafen

Wenn sich eine geplante PV-Anlage in der Nähe oder in einer Einflugsschneise eines Flughafens oder Flugplatzes befindet, ist (ggf.) nach § 12 Luftverkehrsgesetz (LuftVG) Absatz 3 für den Bau eine eine Zustimmung der zuständigen Luftfahrtbehörde erforderlich.

Zwar dient das Gesetz eigentlich der Regulierung von Bauwerken, welche aufgrund ihrer Höhe Hindernisse für den Flugverkehr darstellen könnten, jedoch kann es auch (von der entsprechenden Behörde) genutzt werden, um Baugenehmigungen von Photovoltaik-Anlagen zu verhindern, welche durch Blendwirkungen den Flugverkehr beeinträchtigen könnten.

Aus diesem Grund erstellen wir auch Blendgutachten, welche explizit Aspekte des Flugverkehrs berücksichtigen. Somit werden (je nach Sachverhalt) Blendwirkungen auf die Anflugrouten, auf den Rollwegen der Maschinen am Boden und den Flugverkehrskonntrollturm computergestützt ermittelt. Die Ergebnisse werden auf Basis einer umfangreichen und fundierten Bewertungsmethodik ausgewertet.

Sollte sich herausstellen, dass kritische Blendwirkungen zu erwarten sind, so lassen sich diese durch eine Anpassung der Modulausrichtung oftmals drastisch reduzieren. Wir helfen Ihnen, geeignete Modulausrichtungen zu identifizieren, um große PV-Projekte auch in Flughafennähe realisieren zu können.

Foto: Fraunhofer ISE

Blendgutachten für Einfamilienhäuser

PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern sind i. d. R. nicht genehmigungspflichtig. Somit werden anlagenbedingte Lichtimmissionen auf die Nachbarschaft oft erst im Nachhinein (also nach Errichtung der Anlage) erkannt.

Wir bieten preiswerte Blendgutachten für Solaranlagen auf Einfamilienhäusern. Somit lassen sich die zu erwartenden, anlagenbedingten Blendwirkungen bereits vor der Errichtung ermitteln. Für Bestandsanlagen können ebenfalls Gutachten angefordert werden.

Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme